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Werkzeugkiste für "Gute Lehre"

Foto: Inske Preißler

Gute Lehre an der TU Clausthal

Unsere Werkzeugkiste "Gute Lehre" bietet Ihnen die Möglichkeit zu spezifischen Fragestellungen im Themenbereich "Gute Lehre" für sich geeignete Antworten zu finden. In diesem Bereich bekommen Sie zukünftig theoretische Grundlagen, Kernfragen, Methoden und praktische Tipps, die Ihnen helfen können, sich auf Ihre Lehrveranstaltungen vorzubereiten und dabei gleichzeitig Standards guter Lehre zu integrieren.

Wir orientieren uns an den folgenden Kernpunkten. Diese entrollen sich für Sie durch einfaches Anklicken und sind dann in richtungsweisende Fragestellungen, geeignete Mittel zur Zielerreichung und Stichworte, die für weiterführende Recherchen nützlich sein könnten, untergliedert.


Gute Lehre:

stellt das Lernen in den Mittelpunkt der Planungen,

im Sinnes des „Shift from teaching to learning“

Richtungsweisende Fragen:  

  • Was kann der*die Studierende? (Voraussetzungen, Vorwissen)
  • Was will der Studierende, was bewegt ihn? (Interesse an der Veranstaltung, Motivation, Neugier…)
  • Wie kann der*die Studierende meine Ziele erreichen, wie kann ich helfen? Welche Lehr-/Lernmethoden nutze ich?
  • Welche Lerntypen gibt es?
  • Wie kann ich diese Lerntypen am besten unterstützen?

Mittel zur Zielerreichung:

  • Sich Hineinversetzen in die Lage der Studierenden
  • Abfrage der ersten beiden Fragen am Anfang der Veranstaltung – mündlich, schriftlich, digital
  • Klares Formulieren von Erwartungen
  • Transparenz von Lehr und Lernzielen und bei der Planung und Durchführung der Lehrveranstaltungen
  • Praxisnähe durch vernetzte Inhalte, aufzeigen wozu der*die Studierende das Wissen, die Methode o.ä. im Berufsalltag benötigt
  • Alle Lernwege bedienen und den Studierenden unterschiedliche Lernzugänge eröffnen: offen sein gegenüber E-Learning, nutzen verschiedenster Medien im geeigneten Mix
  • Beachten der Regeln des gendergerechten Lernens
  • Neugier und Enthusiasmus für das eigene Fach zeigen, den persönlichen Zugang zu Fachinhalten öffentlich machen
  • Zwischenfeedbacks zum Lernstand einholen
  • Formative Assessments nutzen

Stichworte:

bietet klare Formulierung und Transparenz der Lernziele,

Richtungsweisende Fragen:

  • Was soll der*die Studierende bei mir lernen?
  • Welche Lernziele hat meine Veranstaltung?
  • Wie formuliere ich kompetenzorientierte Lernziele?
  • Welche Lernziele sind mir am wichtigsten?
  • Sind meine Erwartungen und Ziele den Studierenden bekannt?

Mittel zur Zielerreichung:

  • Klares Formulieren von Erwartungen
  • Klare, gute Strukturierung der Lehreinheit und des Skriptes (Einleitung – Hauptteil – Schluss)
  • Transparenz von Lehr und Lernzielen und bei der Planung und Durchführung der Lehrveranstaltungen

Stichworte:

  • Didaktischer Dreischritt
  • Kompetenzorientierung
  • Lernziele, Lernzieltaxonomie, Lernzieldimension
  • Constructive Alignment

bietet klar strukturierte Veranstaltungen,

Richtungsweisende Fragen:   

  • Wie strukturiere ich meine Lehrveranstaltung?
  • Wie strukturiere ich sie so, dass Lernergebnisse nachhaltiger sind?
  • Wie verpacke ich meine Inhalte gut? Welche Methoden nutze ich wofür? Welche Zwecke verfolge ich damit?
  • Wie können die Studierenden meine Ziele erreichen, wie kann ich ihnen dabei helfen? Welche Lehr-/Lernmethoden nutze ich?
  • Welche Lerntypen spreche ich damit an?

Mittel zur Zielerreichung:   

  • Klares Formulieren von Erwartungen
  • Klare, gute Strukturierung der Lehreinheit und des Skriptes (Einleitung – Hauptteil – Schluss)
  • Transparenz von Lehr und Lernzielen und bei der Planung und Durchführung der Lehrveranstaltungen und den Prüfungen

Stichworte:

  • Didaktischer Dreischritt
  • Motivation
  • Kompetenzorientierung
  • Lernzugänge, Lernstrategien, Lerntypen
  • Dimensionen der Lehrveranstaltungsplanung
  • Constructive Alignment

fokussiert die Stoffmenge auf das Wesentliche,

Richtungsweisende Fragen:  

  • Was sollen die Studierenden unbedingt an Wissen, Kompetenzen, Fähigkeiten etc. in meiner Veranstaltung erlernen?
  • Welche Lehr-/Lernkonzepte führen zum Erreichen der Lernergebnisse/-ziele?
  • Worauf kann ich verzichten?

Mittel zur Zielerreichung: 

  • Lehrinhalte als kreativen Entwicklungsprozess verstehen, der sich dynamisch wandelt/verändert
  • Eigene Lehrkonzepte überprüfen und auf zentrale Punkte fokussieren
  • Beratungsmöglichkeiten und den aktiven Austausch im Kollegium nutzen
  • Die Neugier und den Enthusiasmus für Neuerungen bzgl. des Lehrstoffes und des eigenen Faches erhalten
  • Entwicklung des Curriculums der Lehrveranstaltung an folgenden Punkten ausrichten:
    - Sind die Inhalte meiner Lehrveranstaltung ergebnisorientiert?
    - Entwickle ich mein Currikulum im Rahmen eines kollektiven Verständigungsprozesses?
    - Orientiere ich mich an einem stimmigen Qualifikations-/Kompetenzprofil?
    - Ist mein Studienkonzept stimmig?
    - Welche Rahmenbedingungen (Zeit/Ort...) kann ich beeinflussen?
    - Entwickle ich mein Curriculum kontinuierlich weiter?
    - Wie lebendig sind meine Lerninhalte, sind sie in die Praxis umsetzbar?

Stichworte:

  • Didaktische Reduktion
  • Kompetenzorientierung
  • Constructive Alignment

fördert die Interaktion zwischen Lehrenden und Studierenden,

Richtungsweisende Fragen:   

  • Wie kann ich meine Studierenden erreichen?
  • Wie will ich sie erreichen? Worüber und mit welchen Mitteln?
  • Wo kann ich sie erreichen?
  • Wozu will ich sie erreichen?

Mittel zur Zielorientierung:

  • Offen sein gegenüber allen Studierenden und ansprechbar sein, z.B. durch nutzen verschiedener Kommunikationskanäle
  • Denkanregende Fragen stellen
  • Störungen/Schwierigkeiten zulassen und sie als Entwicklungschance sehen
  • Den Studierenden Rückmeldungen geben und von ihnen zur Lehrveranstaltung einfordern

Stichworte:

  • Peer Instruction
  • Just-in-Time-Teaching
  • Aktivierende Methoden
  • Fehlkonzepte, Schwellenkonzepte, Konzeptwandel
  • offene Fragen

prüft was gelehrt wurde.

Richtungsweisende Fragen:   

  • Was sollen/müssen die Studierenden nach der Veranstaltung für Kompetenzen, Fähigkeiten, Fertigkeiten erlangt haben?
  • Wie kann ich das sinnvoll abprüfen?
  • Welche Prüfungsformen eignen sich?
  • Bildet die Prüfung den Inhalt und die Kompetenzen ab, die in der Veranstaltung vermittelt werden sollten?
  • Wie kann ich so prüfen, dass Lehren, Lernen und Prüfen sinnvoll aufeinander abgestimmt sind?
  • Wie beeinflußt die Wahl des Prüfungsformates das Lernverhalten der Studierenden?

Mittel zur Zielerreichung:

  • Was mir als Lernziel wichtig ist, muss auch Gegenstand der Leistungsüberprüfung sein
  • Transparenz von Lernzielen
  • Transparenz der Prüfung selbst (Ablauf, Organisation, Inhalte, Bewertungskriterien…)
  • Kompetenzorientiertes Prüfen (Fach-, Methoden-, Sozial-, Personalkompetenz)
  • Nutzen der Prüfungsvielfalt
  • Motivations- und Anreizsysteme für Lernende schaffen: Studierende lernen so, wie sie annehmen geprüft zu werden
  • Prüfen kann nicht isoliert betrachtet werden: Lehren, Lernen und Prüfen sind eine Einheit
  • Beachten der Regeln des Constructive Alignment.

Stichworte:

  • Didaktische Reduktion
  • Kompetenzorientierung
  • Constructive Alignment

Diese Tipps und Hinweise sind von uns auf Basis der Arbeitsergebnisse des Arbeitskreises "Gute Lehre" der Technischen Universität Clausthal und der Praxisempfehlungen für Hochschullehrende zu guter Lehre der Qualitätspakt-Projekte in Niedersachsen und Hamburg entwickelt worden und unterliegen dauerhaft Anpassungsprozessen.

 

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